Konzertförderung Deutscher Musikwettbewerb 26/27 - Die Ensembles
Duo Mathis Wolfer & Julius Lorscheider
Mathis Wolfer, Blockflöten
Julius Lorscheider, Cembalo

In Mathis Wolfer (Blockflöte) und Julius Lorscheider (Cembalo) haben sich nicht nur zwei Virtuosen auf ihren Instrumenten, sondern auch feinfühlige Ensemblepartner gefunden. Ausgebildet in Amsterdam, Freiburg, Lyon und an der renommierten Schola Cantorum Basiliensis, entdeckten sie beim Deutschen Musikwettbewerb ihre musikalische Affinität zueinander und widmen sich mit kammermusikalischer Kunstfertigkeit dem Repertoire des 17. und 18. Jahrhunderts. Gemeinsam waren sie bereits im Deutschlandfunk zu hören. In ihren Konzertprogrammen für die Saison 26/27 trifft barocker Klangrausch auf Anekdoten aus Händels Leben (Programm 1), und Liselotte von der Pfalz berichtet aus Versailles in einer besonderen Atmosphäre zwischen Melancholie und Grandeur (Programm 2)…
Die Konzertprogramme, die mit spannenden historische Texten von aktuellen Themen wie kulturellem Austausch, Einsamkeit und Geschlechterbildern erzählen, versprechen ein mitreißendes Konzerterlebnis mit Kammermusik auf höchstem Niveau!
Mathis Wolfer, Blockflöten

Der Blockflötist und Cembalist Mathis Wolfer geht einer internationalen Konzerttätigkeit nach, die ihn u.a. zum Bachfest Leipzig, dem Grafenegg Festival, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, den Innsbrucker Festwochen, dem MITO Festival Mailand, dem AMUZ Flandern und in den Pierre-Boulez-Saal führte. Mitschnitte seiner Konzerte wurden u.a. von Dlf, SWR, WDR und ORF gesendet. Solistisch trat er dabei mit Klangkörpern wie dem Capricornus Consort Basel, La Risonanza Barockorchester und dem Sinfonieorchester Wuppertal auf. Begeistert sowohl von Alter als auch Neuer Musik spielt er mit diversen Kammermusikensembles, darunter ensemble feuervogel oder Apollos Cabinet. Die historisch informierte Aufführungspraxis liegt ihm dabei ebenso am Herzen wie die Zusammenarbeit mit Komponist:innen und Uraufführung zeitgenössischer Werke. Als Continuo-Spieler ist er regelmäßig an oratorischen Aufführungen beteiligt, etwa mit dem Capriccio Barockorchester.
Als einziger Blockflötist im Orchesterfinale des Deutschen Musikwettbewerbs 2025 wurde er mit einem Stipendium, dem Sonderpreis für Alte Musik und der Aufnahme in die Konzertförderung ausgezeichnet. Er gewann u.a. den La Risonanza EMSA Award, erste Preise bei den ORDA Amsterdam, den zweiten Preis der MOECK/SRP competition London sowie Auszeichnungen beim van Wassenaer-Wettbewerb und von der Deutschen Stiftung Musikleben. Er ist Stipendiat der Studienstiftung und wurde von der Kulturakademie Baden-Württemberg gefördert.
Ausgebildet an der Musikhochschule Freiburg bei Jean-Christophe Dijoux und Stefan Temmingh, führt er seine Studien bei Andreas Böhlen an der Schola Cantorum Basiliensis fort. Ab dem Wintersemester 2025/26 lehrt er an der Musikhochschule Freiburg.
Julius Lorscheider, Cembalo

Julius Lorscheider – Historische Tasteninstrumente
Julius Lorscheider hat Cembalo, Generalbass und Improvisation bei Bob van Asperen, Menno van Delft und Kris Verhelst in Amsterdam, bei Jean-Marc Aymes, Yves Rechsteiner und Dirk Börner in Lyon und bei Jörg-Andreas Bötticher und Andrea Marcon in Basel studiert, sowie Orgel bei Pieter van Dijk.
Er ist Cembalist des Ensembles Luceram der französischen Violinistin Hélène Schmitt, mit dem er 2022 eine Bach-CD aufnahm. Von 2020 bis 2023 war er als Mitglied des Ensembles musica getutscht mit Künstler:innen wie Emma Kirkby, Marc Mauillon oder Hana Blažíková u.a. in der Hamburger Elbphilharmonie zu hören. Mit dem Barockorchester formosa baroque konzertierte er 2023 in den wichtigsten Konzerthäusern in Taiwan, als Continuist mit u. a. dem Dresdner Kammerchor, Ensemble Mozaique oder dem belgischen Ensemble Musica Gloria trat er u. a. auf dem Arp Schnitger Festival Götheborg, dem Festival de Musique Baroque de Froville oder den Ansbacher Bachwochen auf. Solo-Rezitale gab er unter anderem auf dem Grachtenfestival Amsterdam und kleineren Konzertreihen wie „Musik in alten Heidekirchen“. Mit seinem Ensemble Exclamatio Consort und dem französischen Altus Arnaud Gluck war er 2024 u.a. auf dem Festival de Musique Sacrée de Nice zu Gast.
Konzertprogramme
Programm 1: Händel – A Life in Music
Programm 1: Händel – A Life in Music
Moderationskonzert mit Lesung von Auszügen aus der ersten Biografie Georg Friedrich Händels,
ca. 80 Min mit Pause, nach Absprache kürzer und ohne Pause
Star und Spitzenverdiener, zielstrebiger Geschäftsmann, gefeierter Künstler – Georg Friedrich Händel war so berühmt, dass ihm bereits zu Lebzeiten ein lebensgroßes Denkmal gebaut wurde. Während der im gleichen Jahr wie Händel in Eisenach geborene Johann Sebastian Bach sein ganzes Leben das Inland nie verlässt, erobert der ehrgeizige Georg Friedrich von Halle an der Saale aus die musikalischen Metropolen Europas im Sturm.
Eine bereits kurz nach seinem Tod erschienene Biografie gibt detaillierte Einblicke in sein schillerndes Leben, von den Anfängen im Hallenser Elternhaus bis auf den Gipfel seines Ruhms als freier Künstler. Was hat es mit dem Degenduell, bei dem Händel ein Mantelknopf das Leben rettet, auf sich? Wer forderte ihn in Rom zu einem musikalischen Wettstreit heraus?
Tauchen Sie ein in Georg Friedrich Händels bewegtes Leben und hören Sie Musik von Händel und seinen Lebensgenossen aus den illustren Lebensstationen des großen musikalischen Weltbürgers Hamburg, Rom und London. Zwischen virtuosen Cembalowerken, berühmten Opernarien und barocken Sonaten lesen wir Ausschnitte aus dem, was als erste Musikerbiografie überhaupt in die Geschichte einging.
Georg Friedrich Händel (1685-1759)
Sinfonia aus Messiah HWV 56
(3 min.)
Halle und Hamburg
Johann Jacob Froberger (1616-1667)
Lamento sopra la dolorosa perdita della Real Maestà di Ferdinando IV Rè de Romani
Cembalo solo
(4 min.)
Georg Philipp Telemann (1681-1767)
Sonate f-Moll TWV 41:f1
Triste — Allegro — Andante — Vivace
(10 min.)
Johann Mattheson (1681-1764):
Grosse Generalbassschule: Erstes Probstück in d Moll
Cembalo solo
(3 min.)
Georg Friedrich Händel
Chaconne & Sarabande aus Almira HWV 1
(5 min.)
Italien
Domenico Scarlatti (1685-1757)
Sonate K. 212 in A-Dur
Cembalo solo
(4 min.)
Arcangelo Corelli (1653-1713)
Sonate Op. 5 No. 5
Adagio — Vivace — Adagio — Vivace — Giga
(10 min.)
Georg Friedrich Händel
Sonate HWV 358
Allegro — Adagio — Allegro
(5 min.)
Pause
London
Georg Friedrich Händel
Ouvertüre aus der Oper Rinaldo HWV 7
(5 min.)
Fausto Romitelli (1963-2004)
Seascape
Blockflöte solo
(7 min.)
Improvisation
Präludium
Georg Friedrich Händel / William Babell (1690-1623)
Arie aus Rinaldo: Lascia ch'io pianga
Cembalo solo
(4 min.)
Georg Friedrich Händel
aus: Blockflötensonate d Moll HWV 367a
Largo – Vivace – Furioso – Adagio – alla breve
(10 min.)
Programm 2: Madame wider Willen – Liselotte von der Pfalz am Hof des Sonnenkönigs
Programm 2: Madame wider Willen – Liselotte von der Pfalz am Hof des Sonnenkönigs
Moderationskonzert, ca. 65 Min ohne Pause, nach Absprache länger und mit Pause
mit Vortrag von Auszügen aus den Briefen Liselottes von der Pfalz
„Madame sein ist ein ellendes Handwerck.“ - Als Prinzessin Elisabeth Charlotte von der Pfalz aus politischen Gründen mit dem Bruder des Sonnenkönigs Ludwigs XIV. zwangsverheiratet wird, findet sie sich geradewegs inmitten des schillernden „inner circle“ des französischen Hofstaats wieder. Die eher bodenständige „Liselotte“ erfährt im ausbordenden Pomp des Versailler Mikrokosmos einen veritablen Kulturschock, von dem uns ihre über 10.000 erhaltenen Briefe außergewöhnlich direkt und humorvoll berichten: Unverblümt erzählt sie dort von Lust und Frust, Frisurenmoden und extravaganten Kochrezepten, Eheproblemen und Heimweh.
Unser Programm umrahmt ihre Eindrücke musikalisch und lässt die Versailler Klangwelt zwischen Pracht und Poesie mit Musik von Lully, Marais, Hotteterre, Corelli und anderen wieder aufleben.
Kommen Sie mit auf eine musikalische Reise ins königliche Versailles, und genießen Sie mit Ausschnitten aus Liselottes Briefen die Erläuterungen einer ungewöhnlichen Reiseführerin!
Jean Baptiste Lully (1632-1687)
Ouvertüre zur Oper Thesée
Rondeau pour la fête marine aus der Oper Alceste
Air aus der Oper Thesée
(7 min.)
***
Jean-Henry d'Anglebert (1629-1691)
Prélude non mesuré en Sol majeur Cembalo solo
(3 min.)
Jacques-Martin Hotteterre (1674-1763)
Suite en Sol op. 2 No. 3
Allemande. La Cascade de St. Cloud – Sarabande. La Guimon – Courante. L‘indiferente –
Rondeau. Le plaintif – Menuet. Le mignon – Gigue. L‘italienne
(11 min.)
***
Marin Marais (1656-1728)
Les Follies d’Espagne
(10 min.)
Jean-Baptiste-Lully / Jacques-Martin Hotteterre
Rochers, vous êtes sourds
aus dem Ballet royal de la naissance de venus
(5 Min)
***
Jacob van Eyck (1590-1657)
Onse Vader in Hemelryck
Blockflöte solo
(5 min.)
Luigi Rossi (1597-1653)
Passacaille
Cembalo solo
(1,5 min.)
Arcangelo Corelli (1653-1713)
Sonate op. 5 No. 5
Adagio — Vivace — Adagio — Vivace — Giga mit Variationen
(12 Min)
Kinderkonzert: Ein Elefant im Schloss
Kinderkonzert: Ein Elefant im Schloss
ab 5 Jahren
Dauer: ca 40 Minuten (längeres oder kürzeres Konzert auf Wunsch möglich)
Als der König von Frankreich 1668 einen Elefanten geschenkt bekommt, ist dieser gar nicht begeistert von der fremden Umgebung. Und zu allem Überfluss hat sich das arme Tier prompt im riesigen Schlossgarten verlaufen! Dort begegnen ihm nicht nur seltsame Instrumente wie Flöten in allen Formen und Farben und ein Cembalo, sondern allerhand Aufgaben, bei denen er dringend auf die Hilfe der Kinder angewiesen ist...
Zum Glück seid ihr da!
Gemeinsam helft ihr dem Elefanten, sich im Schlossgarten zurechtzufinden — mit Klatschen, Tanzen Fühlen und ganz viel Musik. Dabei entdeckt ihr die wunderbare Welt der Barockmusik und lernt Instrumente kennen, wie ihr sie vielleicht noch nie gesehen habt.
Darum sollten Sie uns buchen... | Das Duo Mathis Wolfer & Julius Lorscheider stellt sich vor:
Beitrag bei Instragram: https://www.instagram.com/p/DR6vktKjysx/?fbclid=IwY2xjawOxNUNleHRuA2FlbQIxMABicmlkETBldmYwckZ0WEptaTI1UkdYc3J0YwZhcHBfaWQPNTE0NzcxNTY5MjI4MDYxAAEe-0ZGJWVYRTAckcp8KdeRHBQj3bFhXuGGjnXnKnYk9sfxC6UIsDJzjdbardo_aem_jMiFAMWfQ8Yqgg4c-vtasw
Beitrag bei facebook: https://www.facebook.com/DeutscherMusikwettbewerb/posts/pfbid02GpimyhA68ZPvNtMfMcbsxvn3uD4c8hUKzTDHsiCTbdU7jaUZHuUmUeK4PeKgRkNtl
Text wie oben
Sollte anlässlich des 400. Todestages von Dowland 2026 ein Dowland-Programm gewünscht werden, bittet das Duo um Kontaktaufnahme über konzertfoerderung(at)musikrat.de.
Das Duo ist für die Saison 2026/27 zu buchen
Ein Cembalo kann je nach Logistik nach Absprache gestellt werden. Die Konditionen werden individuell abgestimmt. Veranstalter:innen werden gebeten, bei der Buchung anzugeben, ob sie über ein eigenes Cembalo verfügen.
Freie Termine:
2026
30.09.–01.10.2026
09.–11.10.2026
28.–29.10.2026
31.10..–01.11.2026
06.–08.11.2026
13.–15.11.2026
19.–22.11.2026
27.–29.11.2026
2027
15.–17.1.2027
22.01.–03.02.2027
05.–11.02.2027
12.+14.02.2027: Norddeutschland
10.–11.04.2027
16.–18.04.2027
23.–25.04.2027
05.–09.05.2027
14.–16.5.2027
21.–23.5.2027
28.–30.5.2027
04.–06.06.2027
Weitere Termine auf Anfrage.
Bitte geben Sie bei ihrer Anfrage mögliche Konzerttermine an, oder besser:
- mögliche Zeiträume
- die gewünschten/möglichen Wochentage + Uhrzeiten
Wir versuchen, die Buchungen verschiedener Veranstalter bestmöglich zu kombinieren.
Fotos zum Download
Zur Verwendung im Rahmen der Konzertförderung Deutscher Musikwettbewerb, mit Bildnachweis